Die Grünflächenpflege ist ein zentraler Bestandteil städtischer Nachhaltigkeit. Es fördert Gesundheit und Wohlbefinden und ist ein wichtiger Standortfaktor für Städte im Wettbewerb um neue Einwohner, Fachkräfte und Touristen. Gerade in dicht besiedelten Städten ist der Zugang zu Grünflächen jedoch nicht immer gewährleistet. Mit der städtischen Verdichtung geht häufig ein qualitativer und quantitativer Rückgang städtischer Grünflächen (GS) infolge der Aufschüttung einher, was zu einer Zunahme lärmbedingter Aktivitäten, insbesondere durch den Straßenverkehr, führt. Dies stellt ein großes Problem dar, da Lärm mit psychischem Stress und einer negativen Wahrnehmung der Lebensqualität in städtischen Gebieten verbunden ist (McClintock et al., 2011; OECD, 2012).

Ziel dieser Studie war es, die Bedeutung und Häufigkeit des Besuchs städtischer Grünflächen für fünf kulturelle Ökosystemleistungen (CES) zu bewerten: Erholung, Spiritualität, soziale Beziehungen, Naturbewusstsein und Ästhetik. Dazu haben wir im Auftrag von Forsa eine repräsentative Umfrage in den fünf deutschen Großstädten Berlin, Hamburg, Köln, Leipzig und München mit rund 1.000 Einwohnern durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Mehrheit der Befragten grundsätzlich mit der Anzahl und Gestaltung der städtischen Parks und Grünoasen in ihrer Stadt zufrieden ist. Nur in Berlin und Köln ist rund jeder Dritte mit der Anzahl, dem Zustand oder der Attraktivität der Grünflächen in seiner Stadt unzufrieden.

Darüber hinaus haben wir festgestellt, dass ein positiver Zusammenhang zwischen der Bevölkerungsdichte und der Besuchsfrequenz städtischer Grünflächen besteht. Gleichzeitig gibt es eine klare Differenzierung der wahrgenommenen CES-Bedeutung nach Geschlecht und Alter. Die Ergebnisse zeigen, dass die Bedeutung von Freizeit- und spiritueller CES mit zunehmender Bevölkerungsdichte abnimmt, während die Bedeutung von Umwelterziehung und Naturbewusstsein zunimmt. grünflächenpflege lüneburg

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